Neue Förderung von Ladeinfrastruktur für E-Lkw: Niedersachsen will Chancen für Unternehmen nutzen

05.06.2026

Mit einer gemeinsamen Initiative informieren das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), die IHK Niedersachsen (IHKN) und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) über die neue Bundesförderung von Ladeinfrastruktur für elektrische schwere Nutzfahrzeuge. Ziel ist es, niedersächsische Unternehmen frühzeitig über die Fördermöglichkeiten zu informieren, Investitionen in klimafreundliche Logistik zu unterstützen und möglichst viele Bundesmittel nach Niedersachsen zu holen.

Begleitend zur Förderung startet eine landesweite Umfrage unter Unternehmen. Sie soll ein realistisches Bild der aktuellen Situation im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge liefern und Erkenntnisse über Investitionsabsichten, Einsatzprofile, Hemmnisse sowie Unterstützungsbedarfe gewinnen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, künftige Informations-, Beratungs- und Förderangebote noch stärker an den tatsächlichen Bedarfen der Wirtschaft auszurichten.

Bild von Minister Grant Hendrik Tonne
MW / Jonah Bublitz

Wir wollen Unternehmen beim Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge aktiv begleiten.

Der Güterverkehr ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wenn wir die Transformation hin zu klimafreundlichen Antrieben erfolgreich gestalten wollen, müssen wir die Unternehmen dabei aktiv unterstützen. Die neue Bundesförderung eröffnet dafür wichtige Chancen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen möglichst viele Fördermittel nach Niedersachsen holen, Investitionen in moderne Ladeinfrastruktur erleichtern und den Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen für den Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge bieten. Deshalb setzen wir gemeinsam mit dem GVN, der IHKN und der NLStBV auf Information, Beratung und einen engen Austausch mit der Praxis.

Grant Hendrik Tonne
Niedersächsischer Wirtschafts- und Verkehrsminister

GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic: „Die Antriebswende wird nicht am Schreibtisch entschieden, sondern auf der Straße. Mit der Umfrage machen wir die Erfahrungen der Unternehmen zum Maßstab für passgenaue Förder- und Beratungsangebote.“

IHKN-Hauptgeschäftsführerin Monika Scherf: „Die Transformation des Güterverkehrs erfordert verlässliche Rahmenbedingungen und einen niedrigschwelligen Zugang zu Fördermitteln. Investitionen in Ladeinfrastruktur müssen zügig, planbar und wirtschaftlich realisierbar sein. Über unsere sieben IHKs sprechen wir die Unternehmen deshalb aktiv an und appellieren, dass sich möglichst viele beteiligen, um ihre Bedarfe zu erfassen und die richtigen Weichen für eine passgenaue Förderung zu stellen.“

Der Präsident der NLStBV, Timo Quander: „Die Antriebswende im Güterverkehr ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem klimaschonenden Verkehrssektor. Ein Schritt, der nur gemeinsam mit den Unternehmen und Betrieben gelingen kann. Die Landesbehörde unterstützt die Unternehmen dabei aktiv mit Information, Beratung und Austausch.“ Die gemeinsame Initiative wird von einer digitalen Informationsveranstaltung am 09. Juni 2026 begleitet, in der Unternehmen über Fördermöglichkeiten, Voraussetzungen und Antragsverfahren informiert werden.

Bei Interesse können Sie sich über diesen Link anmelden.

Gleichzeitig soll die Umfrage helfen, bestehende Herausforderungen – etwa bei Ladeinfrastruktur, Netzanschlüssen oder Genehmigungsverfahren – sichtbar zu machen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Die Partner sind sich einig: Die Antriebswende im schweren Straßengüterverkehr kann nur gelingen, wenn wirtschaftliche Machbarkeit, betriebliche Realität und politische Rahmenbedingungen zusammengedacht werden. Die Erfahrungen und Rückmeldungen der Unternehmen sind dabei von zentraler Bedeutung.

Hintergrund:

Der Bund hat ein neues Förderprogramm von Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge sowie Netzanschlüsse gestartet. Insbesondere die Förderung von Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen und in Fahrzeugdepots soll den Umstieg auf batterieelektrische Lkw beschleunigen. Niedersachsen begleitet den Programmstart gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden und Institutionen, um Unternehmen bestmöglich zu unterstützen und den Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur im Land voranzubringen.

Quelle: Presseinformation des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen vom 03.06.2026 - Neue Förderung von Ladeinfrastruktur für E-Lkw: Niedersachsen will Chancen für Unternehmen nutzen

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